Schuhverkauf im Internet bleibt eine Gratwanderung

Nahaufnahme von pinken Turnschuhen, balancierend auf einem Baumstamm
Myriams-Fotos @ pixabay (CC0 Public Domain)

Schuhe lassen sich im Internet relativ einfach kaufen, da die meisten Marken bekannt sind und die notwendige Schuhgröße auch. Diese strukturierten Daten macht sich jetzt eine Händlergemeinschaft zunutze, die im Wettbewerb mit Zalando und Amazon vor allem mit ihrer Regionalität punkten will.

Es ist kein Geheimnis, dass die regionalen Schuhhändler seit Jahren unter Internetshops wie Zalando und Amazon zu leiden haben. Vor allem der kostenfreie Versand und die kostenfreie Rücknahme sind ein äußerst verlockendes Angebot, Passt ein Paar aus der Bestellung nicht, dann geht es einfach wieder zurück.

Für den Onlinehändler birgt diese gelernte Praxis ein hohes finanzielles Risiko. Für den Kunden steckt vor allem die strukturierte Suche in einem schier endlosen Angebot große Vorteile.

Genau diese Vorteile greift SABU, 1952 als Salamander-Bund GmbH gegründet, auf und bietet den angeschlossenen rund 900 Händlern eine Plattform für den Verkauf ihrer Schuhe. Das Risiko des Versandes allerdings wurde aus dem Konzept schlicht entfernt. Dafür tritt der große Vorteil der Regionalität sämtlicher Geschäfte ein.

Über eine eigene Internetseite auf der neuen Schuhplattform www.sabu.de kann jedes Schuhhaus regional auf das eigene Sortiment aufmerksam machen. Ist der passende Schuh gefunden, kann das Paar vor Ort anprobiert, gekauft und sofort mitgenommen werden.

Eine große Hürde ist dabei derzeit jedoch noch ein halbwegs vergleichbares Sortiment der stationären Händler, was letztlich nur durch einen Preiskampf untereinander zu Kaufanreizen führen kann. Deshalb mahnt denn auch der Shop-Berater Marcus Diekmann:

Wenn der Schuhhandel nicht aufhört, austauschbare Sortimente zu führen, wird er keine Chance haben.

Wer sich im Internet engagieren will, benötigt ein starkes Alleinstellungsmerkmal. Der Preis zumindest sollte es nicht sein. Schließlich führt die Digitalisierung vor allem im Einzelhandel zu einer extremen Transparenz. Großer Vorteil einer regionalen Plattform ist somit vor allem der Kontakt zum Händler vor Ort. Außerdem kann ein spezielles Sortiment sehr hilfreich sein, sich vom lokalen Wettbewerb abzusetzen. Jeder Händler weiß jedoch selbst am besten, wie schwer ihm dieser Schritt fallen wird.

Als Verbundmarke vertritt die SABU Schuh und Marketing GmbH die Interessen von rund 900 Schuhfachhändlern mit mehr als 1.250 Schuhgeschäften im deutschen Raum. Der Umsatz der Mitgliedshändler liegt bei einer Milliarde Euro.

Der Erfolg der digitalen Transformation hängt von sehr vielen Faktoren ab. Vor allem muss das Ziel eines Engagements in der digitalen Welt feststehen. Dann lässt sich der Weg dahin  besser planen. Benötige ich wirklich einen Shop? Was macht wirklich Sinn? Und was nicht? Auf diese Fragen finden wir gemeinsam eine Antwort.