Google Shopping muss selbst bei Google zahlen

Google-LogoWer bei Google nach Produkten sucht, wird am oberen Rand der Suchergebnisse häufig einen Kasten mit Produktempfehlungen finden. Sie führen zu Googles Produktsuche und zu Händlern, die mit Google Shopping zusammenarbeiten. Diese vermeintliche interne Bevorzugung wollte die Konkurrenz und die EU-Kommission nicht länger hinnehmen. Sie verurteilte Google zu einer Strafzahlung von 2,4 Milliarden Euro und den Umbau der Produktsuche. An die Lösung werden sich vor allem die Händler gewöhnen müssen.

Für die Nutzer von Google wird sich auf den ersten Blick nicht viel ändern. Sie sehen weiter einen Kasten von Google Shopping, gefüllt mir möglichst passenden Produkten.

Händler können auch weiterhin über Google Shopping ihre Produkte präsentieren und von statistischen Auswertungen profitieren. Darüber hinaus können aber auch andere Shopping-Plattformen eine Position in dem Kasten buchen, berichtet Bloomberg.com (26.09.2017).

the company will tweak an advertising panel at the top of the search screen that shows several pictures of products with links to retailers’ websites, one person said. Each of 10 slots will be auctioned off to give rival sites, such as Kelkoo.com or Shopzilla Inc., a chance to buy space to show links to retailers. Any changes only affect Google’s sites in Europe.

While Google Shopping can bid for those slots, it will be run separately to ensure that its bids reflect its own operating costs and aren’t subsidized by Google.

Google Shopping muss in dem neuen Schaufenster, wie jeder andere Shop auch, eine Anzeigenposition kaufen. Damit sich Google das Geld nicht nur aus der linken Tasche in die rechte Tasche stecken kann, gibt es besondere Auflagen. So dürfen Positionen nicht durch künstlich überteuerte Preise blockiert werden. Ist ein Werbeplatz teuer, muss es sich auch lohnen – egal für welchen Anbieter. Letztlich also muss Google Shopping einfach nur profitabel arbeiten. Auf diese Weise sollen andere Anbieter nicht benachteiligt werden.

Transparenz geht verloren

Bislang konnten Produkte ausschließlich über Google Shopping in dem speziellen Suchergebnis dargestellt werden. Wenn jetzt auch andere Shopping-Plattformen wie Kelkoo oder Amazon eine Position exklusiv belegen können, dann geht die Funktion des Preisvergleichs innerhalb von Google Shopping verloren. Gut für die Händler, sowieso gut für Google, schlecht jedoch für Nutzer auf der Suche nach Transparenz.

Sie möchten Ihre Produkte im Internet verkaufen? Aber: Benötigen Sie dafür überhaupt einen eigenen Shop? Wo lässt sich was am besten anbieten? Darüber sollten wir sprechen.