Die strategisch wichtigsten Technologie-Trends 2018

Geflecht aus Zweigen einer Weide
Foto: Hans @ pixabay.com (CC0 Creative Commons)

Eines ist sicher: Es wird nicht langweilig. Menschen, Geräte, Inhalte und Dienste wachsen langsam aber sicher zusammen. Die Marktforscher von Gartner nennen diesen übergeordneten Trend das intelligente, digitale Geflecht (mesh). Was heißt das im Detail? Der Digitalchef erklärt in einfachen Worten die bedeutsamen Technologie-Trends der kommenden Jahre.

Das „intelligente digitale Geflecht“ entsteht laut Gartner durch künstliche Intelligenz (AI), die in sämtliche Technologien einzieht und dort dynamischere, flexiblere und möglicherweise sogar die Entwicklung autonomer Systeme ermöglicht. Dieser Trend wird ergänzt durch eine immer stärkere Verschmelzung der virtuellen mit der realen Welt. Die Verbindungen zwischen immer mehr Menschen, Geschäften, Geräten, Inhalten und Dienstleistungen, von Gartner als Geflecht bezeichnet, würden neuartige digitale Ergebnisse produzieren.

Ein wesentlicher Baustein künftiger Technologie-Trends wird künstliche Intelligenz sein, die in immer mehr Geräten, Apps und Prozessen einziehen wird. Entsprechend veränderte Geschäftsmodelle sorgen für zufriedenere Kunden, so dass sich Investitionen in digitale Projekte bereits in wenigen Jahren auszahlen sollten, so Gartner weiter.

Darüber hinaus werden intelligente Apps eine vermittelnde Schicht zwischen Menschen und Maschinen herstellen und auf diese Weise vor allem den Arbeitsalltag spürbar verändern. Ein Beispiel sind die neuen Ohrhörer von Google, die nur dank künstlicher Intelligenz fremde Sprachen quasi simultan übersetzen können.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz macht in den kommenden Jahren immer mehr Dinge intelligent. So werden reale Objekte dank künstlicher Intelligenz (KI) mit ihren Nutzern und mit der Umwelt in Verbindung treten können. Ein Beispiel sind selbstfahrende Autos, die jedoch nach Einschätzung von Gartner in den kommenden Jahren noch von Menschen kontrolliert werden müssen.

Nach Einschätzung der Economist Intelligence Unit ist der Markt mit künstlicher Intelligenz im Jahr 2025 bereits 100 Milliarden US-Dollar schwer. Ganz vorn dabei sind Chatbots wie Amazons Echo, Apples Siri oder der Google Assistant. Aber auch im Kundenservice kann ein Chatbot rund um die Uhr gute Dienste leisten. Oder das betreffende Gerät fängt selbst an zu sprechen:

Nach Einschätzung von Juniper Research sorgen Chatbots bereits 2017 für Einsparungen in Höhe von 20 Millionen US-Dollar. Fünf Jahre später (2022) sollen die Sprachassistenten bereits 8 Milliarden US-Dollar an anderen Stellen eingespart haben. (NewsCred Insights)

Digitale Kopie

Richtig spannend ist der Trend zu digitalen Zwillingen, die mit ihren realen Kopien verbunden sind. Bis 2020 wird mit rund 21 Milliarden Sensoren gerechnet, über die digitale Zwillinge spezielle Informationen zu ihrem korrespondierenden Objekten melden können. Von diesen Daten können Stadtplaner, Marketing und Gesundheitsindustrie profitieren.

Virtual und Augmented Reality sind schon kein neuer Trend mehr. Doch Gartner empfiehlt Unternehmen, diese derzeit noch sehr fragmentierte Technologie gezielt für echte Szenarien einzusetzen. So könnten Augmented Reality (AR) und auch Virtual Reality (VR) die eigenen Mitarbeiter produktiver machen oder Trainingsprozesse verbessern.

Die Blockchain ist bereits grundlegende Technologie für Kryptowährungen wie Bitcoin. Der Prozess in der Blockchain werde jedoch künftig auch für andere Anwendungen eingesetzt. Beispiele seien die Bestätigung einer Identität, Gesundheitsdaten sowie die Dokumentation einer Lieferkette. Es werde jedoch noch zwei oder drei Jahre dauern, so Gartner, bis diese Technik wirklich gereift sei. Mehr zur Blockchain im Blockchain-Report.

 

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