Es muss nicht immer gleich ein Webshop sein

Person im Anzug streckt eine leere, weiße Visitenkarte ins Bild
TeroVesalainen @ Pixabay (CC0 Creative Commons)

Digitalisierung lässt sich nicht mal eben schnell beantworten nach dem Motto „Früher hatten wir Visitenkarten, heute eine Webseite“. Es geht nicht um ein bisschen Marketing, sondern um eine grundsätzliche Antwort darauf, wie wir heute leben, einkaufen, konsumieren.

Thomas Kaspar, Chief Product Officer und Chefredakteur der Ippen-Digital-Zentralredaktion in der Mediengruppe Münchner Merkur / tz (HNA, 23.11.2017)

Im gleichen Interview mit der Zeitung HNA betont Thomas Kaspar, die Digitalisierung sei nicht einfach nur ein weiterer Marketingkanal. Die Auswirkungen seien „wie wenn sich der Sauerstoffanteil in der Luft geändert hätte und wir überlegen müssen, wie wir künftig atmen“.

Der Handel muss sich im digitalen Geschäft mit dessen brutaler Vergleichbarkeit klar positionieren. Zunächst müsse festgelegt werden, welche Produkte überhaupt angeboten werden und wie man sich vom Wettbewerb unterscheiden wolle. Auch der wettbewerb selbst muss zunächst definiert werden. Der örtliche Händler um die Ecke jedenfalls ist es nicht mehr.

Erst nach einer Entscheidsung über die digitale Richtung kann entschieden werden, mit welchen digitalen Hebeln gearbeitet wird. Das könne ein Web-Shop sein, so Kaspar, denn dann aber auch genau betonen müsse, wofür der Laden steht. Vielleicht reiche aber auch schon eine Telefonnummer aus, die im Internet besonders leicht gefunden und direkt gewählt werden kann.

Der Digitalchef.de unterstützt Sie bei Ihrer Entscheidung für den richtigen Weg in die digitale Welt und kennt die richtigen Maßnahmen, das gesteckte Ziel auch zu erreichen.