Wertvolle Tipps für Medienberater in der Digitalisierung

Mediaberater im Gespräch
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Die Digitalisierung sorgt für eine Atomisierung der Inhalte. Jeder Inhalt steht in einer digitalen Medienwelt im Wettbewerb mit allen Inhalten. Egal ob diese von einer Zeitung, von einem Radio oder einem Fernsehsender kommen. Das müssen vor allem die Mediaberater verstehen und ihren Kunden richtig verkaufen können. 

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat sich bei Radioprofis umgehört, wie man einen Sender erfolgreich machen kann. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Tipps für alle alle traditionellen Medien gelten, wenn sie digital erfolgreich sein wollen.

So sollten Radiostationen nicht am Verkauf sparen und wenigstens einen eigenen Verkäufer beschäftigen. Die Rechnung klingt logisch: Besser zwei Verkäufer für unterschiedliche Sender einsetzen, als nur einen Verkäufer für zwei Stationen. Trotzdem werden immer wieder gerade die Verkaufsteams buchstäblich zu Tode gespart. Weniger Leute sollen mehr verkaufen. Das kann nicht gutgehen.

Wer wirklich digital werden will, muss aber auch loslassen können. Das gilt vor allem für das Management eines Medienhauses. Wer gute Mitarbeiter hat, sollte diese auch ihren Job machen lassen. Kontrolle war gut, Vertrauen ist besser.

Qualität statt Quantität

Das gilt auch für Werbung im Programm oder auf den Seiten. Es geht nicht darum, immer mehr Werbung zu veröffentlichen, sondern auf Qualität statt Quantität zu setzen. Das geht jedoch nur dann gut, wenn die Verkäufer auch den Wert des jeweiligen Mediums kennen und richtig anpreisen können.

Dafür muss jedes Medium einmalig sein. Vielfalt und Belanglosigkeit machen auswechselbar. Sie haben in einer digitalen Medienwelt nichts (mehr) zu suchen. Der beste Weg an die einsame Spitze führt ins Lokale. Dort wird der Wettbewerb immer geringer, die Beziehung zu den Kunden dafür immer enger.

Diese Beziehungspflege sollte viel in den sozialen Medien stattfinden. Dort wird so geschrieben, wie sonst nur gesprochen wird. Authentisch. Dort kann man seine Nutzer richtig kennenlernen. Zusätzlich sollte man Geld in die Hand nehmen für verlässliche Umfragen: Läuft zu viel Werbung? Bringen wir die richtigen Geschichten?

Sehr viel Werbung ist bereits digital. Genau dort sollten Medienhäuser neue Erlösquellen aufbauen. Und aus der digitalen Welt eine Verlängerung in die alten Vertriebswege finden. Nicht andersherum. Digitale Werbung darf einem Kunden auch nicht ausgeredet oder schlechtgemacht werden. Das wäre eine Beleidigung seiner bisherigen Aktivitäten und kann somit nur nach hinten losgehen.

Ihre Mediaberater sollen digitale Produkte gut verstehen und richtig verkaufen? Dann holen Sie sich den Digitalchef ins Haus