Die digitale Transformation heißt nicht, dass Print keine Zukunft hat. Mit Print ist aber – von wenigen Ausnahmen abgesehen – kein Wachstum mehr zu bestreiten, mit der digitalen Zeitung sehr wohl.

Die digitale Transformation heißt nicht, dass Print keine Zukunft hat. Mit Print ist aber – von wenigen Ausnahmen abgesehen – kein Wachstum mehr zu bestreiten, mit der digitalen Zeitung sehr wohl.

Springer-Chef Mathias Döpfner in seiner Rolle als Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Der Verband hat eine Studie in Auftrag gegeben, um die Stimmung unter den Verlegern zu erfragen. Diese habe sich verbessert, so Döpfner:

Vor zehn Jahren war hier von einigen die Haltung: Das Internet ist eine vorübergehende Erscheinung, die wir bekämpfen müssen. Vor fünf Jahren war dann die Sorge, dass wir ganz überrollt werden und es für Verleger und Journalisten keine Zukunft mehr gibt. Heute fühlen sich die Verlage ermutigt, dass sie mit Bezahlangeboten und Abo-Modellen ernst zu nehmende Erlöse generieren können. Immer mehr Verlage verzahnen Print- und Onlineredaktion und arbeiten multimedial. Und immer mehr Journalisten sehen das als interessante Erfahrung.

Diese Themen stehen seit Ende der 1990er Jahre auf der Agenda. Kann es sein, dass sich Verlage sehr zu viel Zeit nehmen?

Wer sich im digitalen Raum nicht verortet, existiert dort nicht und kann auch nicht von den Vorteilen profitieren

Wer sich im digitalen Raum nicht verortet, existiert dort nicht und kann auch nicht von den Vorteilen profitieren. In Deutschland neigt man leider dazu, sich unsichtbar zu machen, statt online erkennbar zu sein. Etwas weniger Perfektionismus wäre da angebracht. Und mehr Innovationsfreude, Neugier und Experimentiergeist.

Klaus Eck, Geschäftsführer der Eck Consulting Group, in einem Interview mit der  Philosophiezeitschrift “Hohe Luft”. Mir gefällt dabei besonders seine entspannte Analyse des Umgangs mit sozialen Medien. Wenn vor allem Jugendliche statt langer Texte lieber mehr Fotos und Videos veröffentlichten, dann sei das allein eine Frage der kulturellen Werte:

auch die Video- oder Foto-Creation oder das reine Sprechen dienen der Kommunikation, sodass sich allenfalls kulturelle Schwerpunkte verschieben.
Wenn Snapchatter verschiedene Medien durcheinander nutzen und rezipieren müssen, führt das dazu, dass die ungeübten Betrachter vielleicht anfangs verwirrt sind. Weil sie es einfach nicht gelernt und nicht geübt haben. Für die Jüngeren ist es ganz selbstverständlich, mit einem Smartphone aufgewachsen zu sein.

Media Masters im Gespräch mit Mark Thompson – CEO, The New York Times Company

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