Neue Ansätze für das Bezahlen redaktioneller Beiträge

Amerikanische Dollarnoten stehen als Bündel auf einem Tisch
SofiLaila @ pixabay (CC0 Creative Commons)

Die Paywall und das Digitalabo sind Geschäftsmodelle, die ohne Sinn und Verstand aus der analogen in die digitale Welt gehoben worden sind. Wer aus tausenden Quellen frei wählen kann, verpflichtet sich kaum zu einem einjährigen Abo eines Titels. Und welcher Titel schreibt schon so viel „Premium“, dass seine Leser jedes Mal dafür bezahlen? Deshalb sind diese neuen, voll digital konzipierten Ansätze für das Bezahlen redaktioneller Beiträge so spannend.  „Neue Ansätze für das Bezahlen redaktioneller Beiträge“ weiterlesen

Peter Altmaier und das Metered Model

So sieht das aus, wenn man sein Kontingent an frei lesbaren Texten im laufenden Monat aufgebraucht hat. Peter Altmaier zumindest ist not amused und weist die Washington Post darauf hin, dass die Sperre im Metered Model nicht gerade der beste Weg ist, um die eigenen Geschichten zu verkaufen.

@washingtonpost I am always told “you have no left free articles this month ” – this is not the best way selling your stories! 🙂

 

Ein Paradebeispiel für das Dilemma der Medienhäuser, wenn sie in der digitalen Welt ihre redaktionellen Inhalte kostenpflichtig anbieten möchten. Wer kauft dem Chef des Bundeskanzleramtes jetzt ein reguläres Digitalabo? Oder wird er doch lieber pro Artikel zahlen? Aber womit? Paypal? Laterpay? Hat das Kanzleramt überhaupt ein entsprechendes Konto?

Die Tage der Bannerwerbung sind gezählt

those days are never coming back

Die Tage der Bannerwerbung sind gezählt. Wenn es nach Tom Standage geht, dem Leiter für digitale Strategie beim britischen Economist, dann ist für sein Medium mit Erlösen aus Bannerwerbung spätestens 2025 Schluss. Ad Blocker sind ein Grund, der Wechsel zu mobilen Seiten mit weniger Werbung und niedrigeren Preisen ein anderer.

Publishers live in hope that some new kind of advertising will be invented that will somehow pay the bills: people at the Guardian have argued for years that it is still “early days” for the web and that something will turn up eventually.
Perhaps, but it seems unlikely. Video advertising, native advertising and other forms of advertising provide only small incremental revenue streams for publishers, and the majority of online ad spending in the West now goes to Google and Facebook, not to publishers. […]

And although Facebook and Google take the lion’s share of digital advertising revenue, the idea that this revenue would go to publishers instead if they didn’t exist is mistaken. It would just go to other digital platforms because the ads that publishers sell are no longer – for the most part – the kinds that advertisers want to buy.

 

Letztlich konzentriere sich die Finanzierung von digitalem Journalismus, wie bereits bei den analogen Vorgängern auf Papier, vor allem auf die Zahlungsbereitschaft der Leser, so Standage. Und ich stimme ihm zu: Für bezahlbare Inhalte muss Qualität produziert werden und nicht Quantität, wie sie für eine Vermarktung durch Banner nötig ist. Nutzer zahlen nicht für Inhalte, die nur “nice to have” sind. Inhalte müssen relevant sein (need to have), damit die Konsumenten gern dafür bezahlen.