Quartz: Digitaler Qualitätsjournalismus zahlt sich aus

Quartz ist 2012 als digitales globales Nachrichtenportal gestartet, dessen Inhalte als „bracingly creative and intelligent journalism with a broad worldview“ angegeben werden. Statt Webseite plus App konzentrierte sich Quartz dabei sofort auf mobil optimierte Webseiten, die besonders auf Smartphones und tablets gut geslesen werden können.

Dieser Ansatz scheint sich auch finanziell zu lohnen. Viereinhalb Jahre nach dem Start soll Quartz profitabel sein. Das gelang mit Premiuminhalten für Premiumleser, ohne Digitalabos und ohne Pop-ups:

Quartz pioneered an oversize format for display ads and sponsored content, and a clean design suited to prestige brands that proved ahead of its time. A limit to the number of ad slots has helped keep rates high. So has the absence of banner ads, pop-ups and teasers linking to other sites.

http://www.crainsnewyork.com/article/20170326/TECHNOLOGY/170329904/mobile-focused-quartz-manages-to-turn-a-profit-on-digital-journalism-focused-on-quirky-and-smart-business-news

I don’t think there’s a death of digital advertising on the horizon

I don’t think there’s a death of digital advertising on the horizon

Werbefinanzierte digitale Medien wird es noch lange geben, zumindest wenn es nach Jay Lauf, den Chef von Quartz geht. Er betrachtet sein Wirtschaftsportal mit rund 20 Millionen Nutzern pro Monat als mittelgroß. Derartige Portale hätten durchaus eine Chance, müssten sich jedoch inhaltlich stark fokussieren.

I would not want to be midsize and be in the general interest space. I think you can be midsize and be focused on serving a specific audience and you can be just fine. But if you’re general interest, that game is over.

Ein Edelstein namens Quartz

Mit Premiuminhalten können Premiumpreise verlangt werden. Jedenfalls setzt sich ein TKP von mehr als 60 US-Dollar schon etwas vom großen Durchschnitt anderer Medien ab, den das digitale Businessmagazin Quartz offensichtlich verlangen kann. Insgesamt sollen rund 30 Millionen US-Dollar erlöst werden, wovon bereits 25 Millionen in den Büchern stehen sollen.

Dabei lehnt Quartz sogar Standard-Werbemittel und Empfehlungswerbung ab. Vielmehr werden exklusive Inhalte von exklusiven Sponsoren unterstützt. Trotzdem ist noch unklar, ob Quartz bereits profitabel ist. Schließlich arbeiten dort insgesamt rund 175 Mitarbeiter, die jeden Monat bezahlt werden wollen.