Kritik an veralteter Methode zur Messung von Online-Reichweite

Wenn jemand im Jahr 2017 Online-Reichweiten über Umfragen ermittelt, ist das so, als würde die Polizei ihre Radarmessgeräte wegschmeissen und anstatt dessen die Anwohner interviewen

Wer da so schimpft, das ist Thomas Bily, der Vorstand der Social Media-Plattform Wize.Life. Er kritisiert im clap-club.de, dass die Messung der Reichweite bei Zeitungen und deren Onlineportalen eher den Anzeigenkunden schmecken soll, als wirklich der Wahrheit zu entsprechen.

Anstatt die AGMA grundlegend zu korrigieren, versucht man sie hinüber zu retten in die digitale Welt – in Form der AGOF. Die hat ja schon seit Jahren angekündigt, Daily Digital Facts veröffentlichen zu wollen. Aktuell sei man ganz nah dran und im August soll es dann endlich so weit sein. Ist ja auch höllisch kompliziert, Online-Nutzung zu messen und so hinzustellen, dass die großen Marken der großen Verlage möglichst weit oben rangieren…

Dazu passt: Die bizarre Welt der Print-Reichweiten: Leserzahlen-Unterschiede zwischen AWA und MA bei bis zu 133% (meedia.de, 27.07.2017)

Scaled back: Why publishers are rethinking their pursuit of huge numbers

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Scheiß auf die Reichweite!

Scheiß auf die Reichweite!